Einblicke

Kleine Momente aus meinen Workshops. Dinge, die Kinder entdeckt, gestaltet oder einfach festgehalten haben.

kleeblatt in der hand

Mitten in der Wiese entdeckte ein Kind plötzlich ein vierblättriges Kleeblatt. Ganz stolz hielt es seinen Fund in die Höhe und rief so laut, dass sofort alle herbeigelaufen kamen, um ihn gemeinsam zu bestaunen. Für einen Augenblick schien alles andere ganz unwichtig zu sein.

mohnblüten männchen

Aus einer Mohnkapsel und der unfertig geöffneten Blüte entstanden eine kleine Figur.

nachtpfauenauge
nachtpfauenauge

„Boah, Schaut mal!                                             Was ist das?“

Nach kurzem Blick ins Internet fanden wir heraus, dass es sich um ein ´Wiener Nachtpfauenauge` handelt.

Nicht alles muss angeleitet sein. Oft entstehen die schönsten Ideen genau dann, wenn Kinder einfach ausprobieren dürfen.

Ich teile hier kleine Momente aus meiner Arbeit, die genau daraus entstanden sind: unbefangen, echt und manchmal ganz anders als geplant.

Geburtstag mit dem Elfenkönig

Die Kinder hatten besonders großen Spaß dabei sich auszumalen, wie der Elfenkönig denn genau aussehen könnte und wo er überhaupt wohnt. Während sie in den Büschen auf Spurensuche nach ihm waren, hatte ein Kind plötzlich eine Idee.

„Wir könnten ihm doch einen Brief schreiben, damit er uns auch mal in der Schule besucht!“

Wenige Augenblicke später, saß ich mitten zwischen den Kindern und schrieb die Worte auf, die sie mir diktierten. Der Brief wurde auf die Rückseite einer ihrer selbstgebastelten Karten geschrieben und anschließend gut sichtbar an einem Ast befestigt, damit der Elfenkönig ihn auch ja findet.

brief an den elfenkönig

Nach vielen kleinen Werken wollten einige Kinder dem Elfenkönig etwas schenken.
Gemeinsam suchten sie einen besonderen Ort dafür aus.

geschenke an den elfenkönig 2

Für manche Kinder stand nach dem lauthals gesungenen Happy Birthday fest, dass er bestimmt ganz in der nähe gewesen sein musste – auch wenn ihn niemand gesehen hatte.

Kleine Ideen entwickeln manchmal ein Eigenleben

Bei einem meiner Duftkücke-Workshops standen wir am Ende noch gemeinsam bei den Hochbeeten im Innenhof. Die Kinder hatten ihr selbst gemachtes Kräutersalz bereits in ihren Rucksäcken verstaut und wir schnupperten uns noch ein wenig durch die verschiedenen Kräuter.

Plötzlich fragte mich ein Kind, ob es ein Blatt Zitronenverbene in seinen Wasserbecher geben dürfe. „Was für eine gute Idee!“, antwortete ich sofort.

Wenige Augenblicke später waren wir alle damit beschäftigt, an Kräutern zu reiben und riechen, kleine Blätter zu pflücken und unser eigenes Kräuterwasser zusammenzustellen.

Seit diesem Moment habe ich das als festen Bestandteil meines Workshops und ehrlich gesagt frage ich mich bis heute, warum nicht ich selbst auf diese Idee gekommen bin.

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Neue Namen für alte Dinge

Für die Summer-City-Camps hatte ich mir viele verschiedene Workshops überlegt. Einer davon hieß „Neue Namen für alte Dinge“.

Die Kinder suchten sich dafür Gegenstände aus der Natur und sollten ihnen neue Namen geben, ohne den echten dabei zu nennen. Die Aufgabe war, den Gegenstand so genau und treffend zu beschreiben, dass die anderen sofort erkennen würden, was gemeint ist.

Dafür bekamen die Kinder kleine Namenskärtchen, auf die sie ihre erfundenen Namen schrieben. Am Ende sammelten wir alle Karten ein und ich las sie laut vor, während die anderen Kinder versuchten zu erraten, welcher Naturgegenstand gemeint war.

Dabei entstanden so viele lustige, kreative und überraschend passende Namen, dass manche davon fast besser klangen als die ursprünglichen.

Ein Fichtenzapfen wurde zum „Roller Boller“, ein Zweig mit Föhrennadeln zu „Hexenhaar“ und eine kleine Tomate bekam den Namen „Toto“.

Als Toto am Ende plötzlich vom Tisch rollte und zerplatzte, herrschte erst einmal große Bestürzung. Doch nur wenige Augenblicke später beschlossen einige Kinder, eine kleine Beerdigung für ihn zu veranstalten.

neue namen für alte dinge
toto's grabstein